Tonfa

Der Tonfa ist ein japanischer Schlagstock, der von vielen Poizeieinheiten als Waffe eingesetzt wird. Auch in den Kampfkünsten Kobudo und Ju-Jutsu findet er Anwendung. Ein großer Vorteil des Tonfas ist, dass er relativ unauffällig getragen werden kann. Charakteristisch ist sein Quergriff, der eine sehr flexible Anwendung des Tonfas ermöglicht.

Wie schaut ein Tonfa aus?

Traditionelle Tonfas waren aus Holz, moderne Tonfas werden zumeist aus Hartgummi oder PVC hergestellt. Um den Tonfa besser greifen zu können, sind die Griffe mit Rillen versehen.

Die meisten Tonfas sind zwischen 50 und 60 cm lang. Der Griff hat eine Länge von ca. 15 cm.

Anwendung und Handhabung eines Tonfas

Wie die Handhabung eines Tonfas ausschaut, sieht man im folgenden Video:

Eine Besonderheit des Tonfas ist, dass Drehschläge aus dem Handgelenk möglich sind. Traditionell wurde er als Paarwaffe eingesetzt. Ein Tonfa wurde zum Blockieren von Schlägen verwendet, während mit dem anderen Schläge ausgeführt wurden. Polizeieinheiten greifen heutzutage jedoch nur auf einen Tonfa zurück.

Traditionell verpönnt – heutzutage bei der Polizei aber usus – ist das Greifen am langen Ende. Dadurch kann der Tonfa wie ein Kriegshammer eingesetzt werden.

Rechtliche Situation des Tonfas – Waffengesetz

In Deutschland fällt der Tonfa unter §42a des WaffG. Sprich: Der Besitz eines Tonfas ist erlaubt, das Führen jedoch verboten. Ausnahmen können für Film, Fernsehen, Theater und anderen künstlerischen Zwecke gemacht werden. Auch darf ein Tonfa in einem verschlossenen Behältnis transportiert werden. Es ist also möglich ihn ins Kampfsporttraining mitzunehmen.

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